Gedichte

Alk, Disco, Auto --->Tod

 

Du liebtest die Autos
den Sex und die Frau'n,
dann kam dieser Freitag
und aus war Dein Traum.

Du bist an dem Abend,
so war halt Dein Plan,
mit Freundin und Auto
zur Disco gefahr'n.

Ihr habt Euch geliebt,
viel getanzt und gelacht.
Das Bier floss in Strö
men,
bis spät
in die Nacht.

Frü
h um halb vier,
da brecht Ihr dann auf.
Das tö
dliche Schicksal,
es nimmt seinen Lauf.

Der Suff in den Gliedern,
die Freundin im Arm.
Das Wetter ist herrlich,
fast windstill und warm.

Im Rausch der Gefüö
hle,
fliegt man durch's Land.
Die Nadel vom Tacho
am äuß
ersten Rand.

Dann kam diese Kurve,
er hat nichts geseh'n.
Er kracht auf die Bä
ume,
schon war es gescheh'n.

Es gab nichts zu retten
r unsere Zwei.
Kaum mit Leben begonnen,
schon war es vorbei.

Nun hä
ngt dort zur Mahnung
ein Kreuz an dem Baum.
r beide zu spät,
zu kurz war Ihr Traum.

Du liebtest die Autos,
den Sex und das Leben.
der Tod war Dein Schicksal.
Gott mag Dir vergeben!


geschrieben von "lovi"

 

 

 

Das Licht

 

Neulich, da bin ich gestorben. Und es war gar nicht so schlimm. Gut, es kam etwas plötzlich. Aber nicht unbedingt überraschend. Ich mein, jeder rechnet doch damit, dass irgendwann mal Schluss ist, oder?
Der Tag hat angefangen, wie jeder andere auch. Am Morgen bin ich aufgestanden. Frü
hstück. Eier mit Speck. Nichts besonderes. Danach musste ich mich beeilen. Ich hatte, wie sooft, mal wieder verschlafen. Deshalb bin ich auch mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Der Verkehr ... ein riesiges Chaos! So ein paar Deppen haben einen Auffahrunfall verursacht. Das bedeutete im Stau stehen und warten.
Na ja, auf jeden Fall bin ich dann mit zwei Stunden Verspä
tung im Büro angekommen. Der Maier, mein Kollege mit dem ich das Büro teile, war mal wieder schlecht gelaunt. Wenn man es genauer betrachtet, auch nichts besonderes. Der ist nämlich jeden Tag so schlecht gelaunt. Liegt wohl an seiner Frau zu Hause. Ich glaub, bei der wär ich auch so schlecht gelaunt. Eigentlich sollte der Maier um jede Minute Arbeit froh sein. So ein Hausdrachen ist kein Zuckerschlecken. Der arme Kerl!
Am Abend bin ich dann noch mit ein paar Freunden weggegangen. In eine Disco. Eigentlich mag, Verzeihung, mochte ich die Dinger nicht. Aber meine Kumpels haben mich ü
berredet. Dort war es sogar recht lustig. Ich hab dort eine nette Blondine kennengelernt. Sie hieß Beate. Oh Mann, war die hübsch! Super Figur, hatte sogar was in der Birne. Und sie war nett. Furchtbar nett. Wir haben dann stundenlang miteinander getanzt. Wow, die konnte tanzen. Ich war ganz hin und weg. Ich glaube, ich war verliebt. Zum ersten Mal. Und leider auch zum letzten Mal. Leider.
Meine Freunde waren schon weg. Sie wollten nicht zu spä
t nach Hause kommen. Wegen der Arbeit. Und so waren wir allein. Na gut, da waren natürlich noch viele andere Leute in der Disco, aber für mich bestand die Welt nur noch aus Beate und mir. Ich glaube es war drei Uhr als wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben. Vor der Disco haben wir uns mit einem langen Kuss von einander verabschiedet. Sie ist zu ihrem Auto gegangen und ich zu meinem.
Um nach Hause zu kommen musste ich auf die Autobahn. Sie war leer. Ich war der einzige auf der Strasse. Dachte ich zumindest. Ich muss wohl kurz eingenickt sein. Auf alle Fä
lle wurde ich von einem hellen Licht aus dem kurzen Schlummer gerissen. Es blendete mich. Und dann war da der laute Knall...

Es wurde dunkel. Und als es wieder etwas sehen konnte, saß
ich auf einem Bett. Im Bett lag Beate. Sie hatte sich in die weiche Bettdecke gekuschelt. Sie sah glücklich aus. Ihre blonden langen Haare waren wie ein Fächer auf dem Kissen ausgebreitet. Sie sah aus wie ein schlafender Engel. Ich saß dort einige Minuten und betrachtete ihr Gesicht.
Ich streichelte zä
rtlich ihr Gesicht, flüsterte ihr ein *Ich liebe dich!* zum Abschied ins Ohr, denn ich wusste, dass es an der Zeit war zu gehen. Sie lächelte. Ich küsste sie auf ihre Stirn. Dann begann alles um mich herum zu verschwimmen.

Tja, und da bin ich nun und warte. Es ist dunkel und kalt. Da! Ein Licht! Es ist so sch�n ...

 

"Jack"

 

Jack schaute kurz noch einmal auf sein Tacho, bevor er langsamer wurde : 73
in einer 50er Zone. Das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten. Wie
konnte
ein Typ denn so oft erwischt werden ? Als er sein Auto auf 10 km/h
abbremste, fuhr Jack rechts ran. Lass den Polizisten doch wieder einmal
herummoppern

über seinen Fahrstil. Vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer an
ihnen vorbei flitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hä
tte. Der Polizist
stieg
aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. Bob? Bob aus
der
Kirche ? Jack sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der
Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen
Kirche. Ein Typ der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Bür
o.
Einen
Typen der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto
sprang,erblickte er
den Typen, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte den Mann noch
nie
in Uniform gesehen.

*Hi Bob.Komisch, daß
wir uns so wieder sehen !*- *Hallo Jack.* Kein Lächeln.
*Ich sehe Du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um
meine Frau und Kinder zu sehen.* *Ja, so ist das.* Bob schien unsicher zu
sein.
Gut. *Ich bin die Tage erst sehr spä
t aus dem Büro gekommen. Ich denke auch
das ich die Verkehrs- regeln nun mehr als einmal gebrochen habe.* Jack schoß

einen Kieselstein an die Bordsteinkante. *Diane erwä
hnte etwas von Roastbeef
und Kartoffeln heute Abend.Verstehst Du, was ich meine ?* *Ich weiß
, was Du
meinst.Ich weiß
auch, daß Du ein Gesetz soeben gebrochen hast.*Aua. Dies
geht in
die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ä
ndern. *Bei wie viel hast Du mich
erwischt ?* - *Siebzig. Wü
rdest Du Dich bitte wieder in Dein Auto setzen ?*
-
*Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt, als ich Dich
gesehen habe ! Ich habe mich auf 65 km/h geschä
tzt !*
Ich konnte mit jedem Strafzettel besser lü
gen. *Bitte Jack, setz Dich wieder
in Dein Auto.* Genervt quetschte Jack sich durch die noch immer offene Tü
re.
Ein Knall. Tü
re zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Bob war fleißig am
Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Bob nicht Fü
hrerschein und
Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es w�rde einen Monat an
Sonntagen
vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten
setzen wü
rde.Bob klopfte an die Tür.Er hatte einen Zettel in der Hand. Jack

öffnete das Fenster, maximal 5cm,gerade genug, um den Zettel an sich zu
nehmen.Bob gab ihm den Zettel durch. *Danke.*Jack konnte die Enttä
uschung
nicht
aus seiner Stimme halten. Bob setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu
verlieren. Jack wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er
den
Zettel auf. Was wü
rde ihn dieser Spaß wieder kosten ?
Hey ! Warte mal ! War das ein Witz ?
Dies war kein Strafzettel. Jack las :

*Lieber Jack, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie
sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall.
Richtig geraten - der Typ ist zu schnell gefahren. Einen
Strafzettel, eine Gebü
hr und drei Monate Knast und der
Mann war wieder frei. Frei um seine To
chter wieder in
den Arm nehmen zu dü
rfen. Alle drei konnte er wieder lieb
haben. Ich hatte nur eine und ich werde warten mü
ssen,
bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den
Arm nehmen kann.Tausend Mal habe ich versucht diesem Mann zu
vergeben.Tausend Mal habe ich gedacht ich hä
tte es geschafft.Vielleicht habe
ich es
geschafft, aber ich muß
immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte
r
mich.Und sei bitte vorsichtig Jack. Mein Sohn ist alles
was ich noch habe. Gruß
- Bob*

Jack drehte sich um und sah Bobs Auto wegfahren. Er fuhr die Straß
e wieder
runter. Jack schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Ganze 15 Minuten spä
ter
drehte er um und fuhr langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu
Hause
angekommen nahm er seine ü
berraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte
sie ganz feste.

Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt.

 

der Autor ist mir leider unbekannt

 

"Mama"

 

Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken, Mama,
also trank ich Soda stattdessen.
Ich fü
hlte mich richtig stolz, Mama,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.
Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren, Mama,
obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.
Ich weiß
, ich tat das Richtige, Mama,
ich weiß
, Du hast immer recht.
Nun ist die Party zuende, Mama,
und alle fahren sie fort.
Als ich in meinen Wagen stieg, Mama,
wuß
te ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast,
verantwortungsbewuß
t und lieb.
Ich fuhr also los, Mama,
aber als ich auf die Straß
e auffuhr,
sah mich der andere Wagen nicht, Mama,
er fuhr einfach ü
ber mich drüber.
Als ich lag auf dem Asphalt, Mama,
rte ich den Polizisten sagen,
"Der andere Typ war betrunken", Mama,
Und nun bin ich es, die bezahlen wird.
Ich liege hier sterbend, Mama...
Ich wü
nsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.
überall um mich ist Blut, Mama,
das meiste davon ist meins.
Ich hö
re den Arzt sagen, Mama
bald werde ich sterben.
Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwö
re, ich hab nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mama,
die anderen haben nicht nachgedacht.
Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken
Und ich werde sterben.
Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstö
ren.
Jetzt fü
hl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.
Der Typ, der mich anfuhr, der geht, Mama,
und ich denke, das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist, zu starren.
Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt "Papas Mä
dchen" auf mein Grab.
Jemand hä
tte ihm sagen sollen, Mama,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es im bloß
gesagt hätten, Mama,
re ich noch am Leben.
Mein Atem wird kü
rzer, Mama,
ich bekomme solche Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, als ich Dich brauchte.
Ich hab ich nur noch eine letzte Frage, Mama.
Bevor ich mich verabschiede.
Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, die stirbt?

 

der Autor ist mir leider unbekannt
 


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